PR-Branche

Ungeordnete neue Welt ?

Ausloten & Sortieren im winterlichen Lech-Zürs beim 11. Europäischen Mediengipfel.

Klare Winternächte und eine traumhafte Winterlandschaft boten die ideale Kulisse für den vom 30. November bis 2. Dezember 2017 stattgefundenden Europäischen Mediengipfel am Arlberg. Über 130 Journalisten, Opinion Leader und Medienmacher machten sich ans Werk des Einordnens einer zunehmends ungeordneten Welt. Und hier wurde der Gipfel wieder ganz seinem Ziel gerecht, nämlich ungefilterte Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europäische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Zusammenhänge der europäischen Lebensrealität zu bieten.

Donnerstagabend eröffnete Gerhard Zeiler, Präsident Turner International, gemeinsam mit Hans-Peter Siebenhaar (Präsident der Auslandspresse in Wien) den hochkarätigen Branchentreff unter dem heurigen Motto „Die neue Welt(un)ordnung“. Die Sicherstellung von seriösem, unabhängigem Journalismus läge dabei in erster Linie in der Verantwortung des Staates. Politisch gefährlich für die Demokratie seien im Medienbereich vor allem neue Medien: „Soziale Plattformen haben eine gefährliche Tendenz. Es entstehen Communities, die sehr einseitige Meinungen verstärken und das politische System gefährden.“

Keynote-Speaker war der Jurist & Professer an der Harvard Law School David Kennedy sowie am Int. Mediengipfel Pascal Thibaut mit dem Thema der „neuen Weltunordnung“. Kennedy eröffnete nach einleitenden Worten von Andreas Altmann (Rektor MCI – Management Center Innsbruck) den Abend in der Kunsthalle arlberg1800.

Traditionell den Abschluss des Mediengipfels bildete am Samstag der Internationale Presseclub. Hier diskutierte der langjährige Medienmanager, Journalist und Berater Markus Spillmann mit Paul Flückiger (Korrespondent in Warschau im Netzwerk von weltreporter.net), Inga Rogg (Türkei und Nah Ost-Korrespondentin NZZ und NZZ am Sonntag) und Pas cal Nufer (SRF Korrespondent für China) über die aktuellen, erschwerten Bedingungen im Journalismus.

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Großes Halali !

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Zu einem großen Halali blies der heurige, bereits 95. Jägerball ! Und die Prominenz gab sich wieder ein Stelldichein. Der Jägerball des Vereines „Grünes Kreuz“ findet jedes Jahr am letzten Montag im Jänner in der Wiener Hofburg statt. Im Jahr 2016 übernahm die Steirische Landesjägerschaft turnusgemäß die Patronanz über den „95. Jägerball des Vereines Grünes Kreuz“ am Montag, dem 25. Jänner 2016, in den Räumen der Wiener Hofburg.

Der Ball ist immer einer der Höhepunkte des Wiener Ballkalenders und meist lange vorher ausverkauft.


Droht ein neuer kalter Krieg ?

Hitziger Schlagabtausch in eisiger Höhe am Mediengipfel am Arlberg.

Aktueller hätte das Motto des heurigen – mittlerweile 8. – Europäischen Mediengipfel- am Arlberg nicht sein können. Nach der Absage des Pipeline-Projektes „Southstream“, zahlreichen Außenminister-Treffen zum Ukraine-Konflikt und den Zuspitzungen in der Ostukraine standen am Freitagabend und Samstagvormittag die Beziehungen zwischen Russland und der EU im Mittelpunkt spannender Diskussionen. Und der Rüfikopf im malerischen Gebiet von Lech-Zürs wurde seinem Namen als Ort von Gipfeltreffen wieder voll gerecht. Journalisten der Auslandspresse trafen da auf ein hochkarätiges Panel: Auf politischer Ebene debattierten unter anderem der russische Botschafter in Wien und EU-Parlamentarier. Von Seiten der Wirtschaft sprachen Telekom CEO Hannes Ametsreiter und der IV-Generalsekretär Christoph Neumayer über die Auswirkungen der aktuellen Sanktionen auf die österreichische Wirtschaft.

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Hitziger Schlagabtausch in eisiger Gipfelhöhe.

Unter der bekannt porfessionellen Leitung von ARD Studioleiterin Wien Susanne Glass wurde zum Thema. „Wie reagiert   Europa? Der alte Kontinent im Spannungsfeld neuer internationaler Konflikte“ diskutiert. Als offizieller Vertreter Rußlands am Podium: Botschafter Sergej Netschajew: Weiters EU-Parlamentarier Eugen Freund, Russlandexperte Gerhard Mangott und der russische Auslandskorrespondent Igor Belov, sowie die Journalisten und Osteuropaexperten Cathrin Kahlweit (Süddeutsche Zeitung) und Herwig Höller (Die Zeit, Die Presse, APA).

Sehr viel war in der Diskussion von „Mißverständnissen“ die Rede, aber auch der hitzigen Schlagabtausch zwischen der russischen und europäischen Fraktion.kam nicht zu kurz. So sprach Netschajew gleich zu Beginn davon, daß Russland in keinem Konflikt mit der Ukraine stehe: „Es geht um eine innenpolitische Krise.“ Dem wiedersprach Freund: „Allein, dass der russische Botschafter hier ist zeigt, dass der Konflikt etwas mit Russland zu tun hat.“

Sanktionen und die wirtschaftliche Folgen der Krise.

Uneins war man sich auch bei der Bewertung des Nutzens der aktuellen Sanktionen gegen Russland für Österreich. Am Podium waren der Leiter der Russland Delegation der EU, EVP-Parlamentarier Othmar Karas, sowie der scheidende IHS-Direktor Christian Keuschnigg. Zudem diskutierten der Generalsekretär der Industriellenvereinigung Christoph Neumayer und Telekom Austria CEO Hannes Ametsreiter. Tenor der hochkarätigen Runde: Die Krise belastet die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Österreich sowie der EU. Und ein Ende sei leider nicht in Sicht. Während die einen die Sanktionen als sinnlos beatrachteten, monierte die andere Seite die drohende Entwicklung ein, falls es nicht zu den Sanktionen gekommen wäre und wie sich die politische und militärische Situation weiterentwickelt hätte.


„Über die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder“

myki_ 629Österreichischer Kinderschutzpreis MYKI 2014 vergeben

Bereits zum vierten Mal fand die Verleihung des Österreichischen Kinderschutzpreises im Rahmen einer feierlichen Abendgala im Gartenpalais Liechtenstein statt. Die Auszeichnungen ergingen an fünf Projekte, die sich für das Wohl, die Stärkung und den Schutz von Kindern einsetzen. Im Rahmen des MYKI Kinderschutzpreises werden einzigartige und vorbildhafte Projekte in den Vordergrund gerückt und entsprechend gewürdigt. Bewirkt werden soll dadurch ein Mehr an Bewusstseinsbildung und eine Steigerung der Bedeutung dieses Themas. Dazu Martina Fasslabend, Gründerin des Österreichischen Kinderschutzpreises MYKI: „Wir wollen eine Vorbildwirkung schaffen und Betroffenen zeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten sie haben. Damit Kinder ein positives Umfeld vorfinden und in Sicherheit aufwachsen können bzw. in Krisensituationen Hilfe und Zuwendung bekommen, zählt jeder, der sich für sie einsetzt“.

Und jetzt die Siegerprojekte vor den Vorhang: Sie wurden von Familienministerin Dr. Sophie Karmasin gemeinsam mit prominenten Laudatoren den Österreichischen Kinderschutzpreis präsentiert:

Siegerprojekte: Schulparlament bis Ausstellung zur Prävention von sexueller Gewalt Deshalb werden die Gewinner des Österreichischen Kinderschutzpreises ins Rampenlicht gerückt, die sich um den Kinderschutz und die Förderung von Kindern in Österreich verdient gemacht haben und mit ihren Projekten und ihrem Engagement nachhaltig die Lebenssituation von Kindern verbessern:

Sieger in der Kategorie „Förderung einer gesunden körperlichen und seelischen Entwicklung von Kindern“ ist das Projekt „Schulparlament“ der Kärntner Volksschule 9 Theodor Körner Schule, bei dem die Kinder sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen und ermutigt werden, ihre Lebensumwelt aktiv zu gestalten und ihre eigene Meinung einzubringen.

Sieger in der Kategorie „Gewaltprävention und Aufklärung über Gewalt“: Diesen gewann die interaktive Ausstellung zu Sexualpädagogik und Prävention von sexueller Gewalt „Achtung Ampel und Ganz schön intim“ des Vereins Selbstlaut – gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Sieger in der Kategorie „Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Bildung“ wurde die „Lebensschule – How to live“ zur Persönlichkeitsentwicklung der Mädchen und Jungen in der der Bilingualen Schule im 19. Wiener Gemeindebezirk.

Sieger in der Kategorie „Gesellschaftliche Integration und materielle Sicherheit“wurde das Projekt „Heroes“ der ISOP Schulsozialarbeit in der Steiermark, bei der SchülerInnen bei der Berufsfindung unterstützt werden – sie konnten Bekannte über ihre Berufe interviewen und eine Radiosendung gestalten, um sich selbst über ihre Berufswünsche klarer zu werden.


„Von Alpbach bis Lech.“

Der Mediengipfel wird zum Forum europäischen Formats.

Lech. Der bereits zum 7. Mal im malerischen Dorf Lech am Arlberg abgehaltene Mediengipfel versammelte eine Vielzahl europäischer Spitzenpolitiker, Auslandskorrespondenten und junge Stipendiaten und Teilnehmer der neu geschaffenen Medienakademie. „Europa ohne Arbeit – Viel Arbeit für Europa“ oder „Quo vadis Europa ?“: Das Spektrum an Inhalten hätte nicht breiter ausfallen können, werden doch auch die Fragestellungen und Herausforderungen in Europa immer komplexer.

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Während bei den Impulsstatements zu Beginn über die Situation der jungen Generation diskutiert wurde, ging es dann sukzessive in konkrete Fragestellungen. Im Zentrum der Spitzendebatte stand dabei die Diskussion über die ins Stocken geratene Osterweiterung der Union: Wie will man hier weiter fortfahren ? Soll der Erweiterungsprozeß fortgesetzt werden ? „Ja“, war dazu das eindeutige Statement von EU-Kommissar Johannes Hahn. Wenngleich auch dies kein automatisches Signal für die Erweiterung sei. Hahn ist vorsichtig, was die Erweiterung der Union angeht. Wenngleich er Albanien durchaus als Kandidat anerkennt: „Albanien muss EU-Mitglied werden. Die Türkei ist hingegen ein schwieriges Thema.“ Und wohlwissend, daß dies im alten Europa nicht überall so gesehen wird. Nicht zuletzt bedingt auch durch das zentrale Thema der politischen Diskussion der letzten Jahre, der „Schuldenkrise“: In seinem Impulsreferat skizzierte IHS-Direktor Christian Keuschnigg die Ursachen und mögliche Lösungsansätze für die gegenwärtige Schuldenkrise. Die Lage sei nicht aussichtslos, so sein Resumee, aber es braucht Zeit. So habe auch der Ausweg in Deutschland auch mehr als zehn Jahre gebraucht.

Südeuropa braucht die Erweiterung und will Teil Europas sein.

Vertreter von Albanien und des neuen EU-Mitglieds Kroatien beschworen die Wenngleich er zu große Erwartungen dämpfte: „Es wird noch dauern, bis wir konkrete Auswirkungen des EU-Beitritts spüren werden.“ Spürbar sei bislang erst, dass die internen Probleme Kroatiens, wie die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung nunmehr ein Problem im europäischen Zusammenhang darstellen. „Europa ist eine Einbahnstraße, es führt kein Weg zurück. Die EU ist unser Ziel.“, so der albanische Vize-Außenminister Sokol Dervishaj. Wenngleich Albanien auch immer mehr die Skepsis gegenüber Erweiterung bei EU-Ländern spürt. EU-Parlamentarier und Vizepräsident des Europaparlaments Othmar Karas mahnt, dass es zuerst eine Menge dringender interner Probleme zu lösen gelte: „Noch immer herrscht zu viel nationales Denken in der EU vor. Europapolitik muss Innen-, nicht Außenpolitik sein.“

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Medienakademie liefert Hintergründe

Passend zur Diskussion der „lost generation“ und den Zukunftshoffnungen und – ängsten der jungen EuropäerInnen gab es diesmal erstmals die Medienakademie. Von jungen JournalistInnen der FH Wien sowie der FH Joanneum Graz, die rund um die Uhr über das Forum berichteten. Den heurigen Mediengipfel zusammenfassend: Europa ist Einbahnstraße ohne Rückweg, eine breite Straße mit so mancher Kurve, manchmal ein steiniger Weg, wird aber über kurz oder lang zum Gipfelsieg für alle werden.


Medien- und Demokratiekrise in Europa – Ist die Lage wirklich aussichtslos ?

Eine traumhafte Kulisse bot auch heuer wieder Lech am Arlberg für den 6. Mediengipfel. Zwei Tage lang diskutierten an die 100 Auslandskorrespondenten über das Thema Verantwortung und Qualität der Medien in Europa. Das Erfolgsrezept dieser hochkarätigen Veranstaltung scheint ganz einfach zu klingen: Man nehme an die 100 hochkarätigen Gäste, paart sie mit einer professionellen Kommunikationsagentur (pro.media organisiert die Veranstaltung seit 2007) und einem der führenden Wintersportorte des Landes (Lech Zürs Tourismus) Führende europäische Medien diskutieren mit führenden europäischen Politikern und Intellektuellen brennende Fragen der Zeit.

Die Generalsekretärin des Presseclub Concordia, Astrid Zimmermann, leitete dazu eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Medienverantwortung, Qualität und Transparenz in der EU“. Medienwissenschaftler Matthias Karmasin stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die öffentliche Diskussion neu organisiert werden müsse. Denn: „Die Qualität von Öffentlichkeit hängt untrennbar mit der Qualität von Demokratie zusammen.“

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Diskussion zur Krise der EU

Im Rahmen seiner Buch-Präsentation „Der Europäische Landbote“, kritisierte der bekannte Schriftseller Robert Menasse vor allem das Demokratiedefizit in der Union, weil schlichtweg die demokratische Legitimation bei vielen Entscheidungen fehle oder nicht erkennbar sei. Zudem warnte er vor dem Wiederaufflammen des Nationalismus in Europa, dessen Erfolg von den Fehlern der Europäischen Integration gespeist werde. Schließlich forderte der Schriftsteller auch ein Umdenken bei den Medien: „Denn über europäische Themen berichten immer noch ausschließlich nationale Medien.“ Dadurch würden die europäischen Inhalte in Hinblick auf den jeweiligen Staat, in dem der Bericht erscheint, verwässert oder adaptiert.

Rüfikopf: 2.200 Meter Seehöhe beflügeln Geist und Gedanken

Auch schon Tradition ist die jährlich stattfindende Experten-Diskussion am Rüfikopf. Dabei ging es um die zenterale Frage, wie man denn  der  aktuellen Krise in den südeuropäischen Euro-Ländern entgegenwirken könnte. Ökonom Stephan Schulmeister und IHS-Direktor Christian Keuschnigg vertraten in dieser Diskussion zwei konträre Standpunkte und sorgten für einen spannenden Abend hoch über den Dächern Lechs. Während das eine Lager (vertreten durch Keuschnigg) für rasche und harte Sparmaßnahmen in den krisengebeutelten Ländern Südeuropas plädierten, vertraten der Ökonom Stephan Schulmeister und ORF-Brüssel-Korrespondent Raimund Löw die konträre Ansicht, dass die ohnehin darniederliegende Wirtschaft in den südeuropäischen Euro-Ländern nicht noch weitere Sparpakete verkrafte. Keuschnigg und Kamp sehen Europas Zukunft entlang eines steinigen und harten Sparkurses, der den Bürgern noch viele Opfer abverlangen wird. Schulmeister und Löw vertreten hingegen den Ansatz der Solidarität.


Die Strandsaison ist eröffnet

Am 26. April wurde in der Wiener Szene-Location „Sand in the City“ im 3. Wiener Gemeindebezirk offiziell die Strandsaison eröffnet. Gesehen wurde unter anderem Christina „Mausi“ Lugner, Stilikone Conchita Wurst, Kabarettist Reinard Nowak, Musicalliebling Uwe Kröger oder Toni „Lass es polstern“ Polster.

Inhaber Peter Jöbstl und seine Frau Andrea bieten auch heuer wieder relaxte Strandatmosphäre mitten in der Stadt. 800 Tonnen Sand wurden am Heumarkt auf dem Areal des Wiener Eislaufvereins aufgeschüttet. Palmen, Wasserbereiche und Relaxingzonen locken wieder Besucher an, dazu sind viele Events und Show Acts geplant. Zudem gibt es erstmals 2 Beachvolleyball-Plätze mit feinem Quarzsand mit Funtech-Netzanlagen, welche bei gespannten Netz stufenlos höhenverstellbar sind.

Sand in the City ist bis 8. September jeweils von 14-24 Uhr geöffnet. Infos unter: www.sandinthecity.at


„World of sport meets world of business“

KitzBizz 2012 – Das Gipfeltreffen der Wirtschaftselite

Eine traumhafte Kulisse bot sich dem heuer zum 3. Mal stattfindenden Gipfeltreffen der Wirtschaft in Kitzbühel. Dichtes Schneetreiben legte eine dicke Schnee-Decke über die Alpenmetropole. Drinnen im VIP-Zelt, das in gewohnt professioneller Weise von Harti Weirathers  WWP Group gemanagt wurde, diskutierten Wirtschaftsbosse und internationale Visionäre Zukunftsstrategien.

Das heurige Forum stand unter dem Motto: Wie lassen sich Träume und Visionen der Unternehmensspitze nachhaltig im Unternehmen verankern und in einen Innovations- bzw. Wettbewerbsvorsprung umsetzen? Unter dem Motto „Vision & Visionäre – wie Träume zu Erfolgen führen“ teilten dann die hochkarätigen Referenten unter der Moderation von Stephan Grühsem, Leiter der Konzern Kommunikation der Volkswagen AG, ihre wertvollen Erfahrungen mit den Gästen. „Wird eine Vision langfristig und in jedem Produkt und jeder Dienstleistung konsequent umgesetzt, erzeugt sie Verlässlichkeit und Vertrauen.“, so Dipl. Wirtsch.-Ing. Hans Dieter Pötsch, CFO der Volkswagen AG.

 „Visionen sind unverzichtbar – gerade für Start-ups und Jungunternehmer“ bekräftigte René Benko, CEO und Gründer der SIGNA Holding GmbH und „Immobilienmanager des Jahres“ von 2011. Dr. Michael Frenzel, Vorstandsvorsitzender der TUI AG, und Dr. Susanne Riess, Generaldirektorin der Bausparkasse Wüstenrot AG, waren sich einig dass eine Vision der zentrale Motor für die Transformation von etablierten Branchen ist.


Mediengipfel am Arlberg: „Keine Angst, aber viele Sorgen“

Deutschland soll Europa aus der Krise führen

Beim 5. Mediengipfel am Arlberg stand heuer alles unter dem Thema „Ende oder Wende – Zerbricht Europa?“ Bereits traditionell ist die Diskussionsrunde von internationalen Experten und Medienvertretern am 2350m hohen Rüpfikopf unter der bewährten Leitung von ARD-Korrespondentin Susanne Glass. Initiiert von der Kommunikationsagentur pro.media, in Kooperation mit der Lech Zürs Tourismus GmbH, treffen sich alljährlich führende Auslandskorrespondenten internationaler Medien mit österreichischen Medienmachern, um aus unterschiedlichsten Länderperspektiven aktuelle Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Medien sowie deren gesellschaftspolitische Auswirkungen zu analysieren.

Im Vorfeld der Diskussion waren sich alle einig: Die kommenden Wochen werden zur Bewährungsprobe für das vereinte Europa. Während Ökonom Stephan Schulmeister den europäischen Politikern die Rute ins Fenster stellte und sie zum „sofortigen Umdenken“ aufforderte, um die seiner Meinung nach bedrohliche Schuldensituation in den Griff zu bekommen, spielte der ehemalige EU-Kommissar und Politikexperte Franz Fischler den Ball zurück an den Wirtschaftswissenschafter: „Die Ökonomen legen der Politik keine brauchbaren Instrumente zur Bewältigung der aktuellen Krise bereit.“ Schulmeister hält die Situation für ernst und zeigt sich besorgt über die Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen: „Österreichs Schuldenbremse ist Ausdruck dieser Ahnungslosigkeit.“

Werner Weidenfeld,  Direktor des Centrum für angewandte Politikforschung in München (CAP) ist der Meinung, dass nur Deutschland die Möglichkeiten hat, Europa aus dieser Krise zu führen. Diese Einschätzung teilt auch der Osteuropa-Korrespondent des „Handelsblatt“, Stefan Menzel. Er sieht Deutschland in der Pflicht, die Führungsrolle zu übernehmen: „In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob der Euro platzt oder nicht.“ Generell war der Tenor der Veranstaltung ein doch sorgenvoller Blick in die Zukunft Europas.

 Zusammenfassend forderte Ökonom Schulmeister ein Ende der politischen Zurückhaltung, um der aktuellen Krise entsprechend begegnen zu können: „Leadership heißt auch, das Recht extensiv auszulegen. Denn wenn es brennt, hole ich auch keine wasserrechtliche Bewilligung ein.“ Politikberater Weidenfeld, der einen direkten Einblick in die Machtzentren Europas hat, äußerte sich beschwichtigend: „Ich habe keine Angst, aber viele Sorgen.“


Staatspreis Unternehmensqualität 2011

Am Abend des 6. Oktober wurde im Rahmen der Winners‘ Conference der Staatspreis Unternehmensqualität 2011 von der Quality Austria in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend im Palais Ferstel vergeben. Worthington Cylinders – Hersteller von Hochdruckgasflaschen – wurde mit dem Staatspreis Unternehmensqualität 2011 ausgezeichnet.

„Der Staatspreis Unternehmensqualität ist die Auszeichnung für ganzheitliche Spitze-leistungen. Nachhaltiges Engagement und zukunftsorientiertes Denken stehen im Vordergrund. Unternehmensqualität trägt maßgeblich dazu bei, den raschen technologischen und gesellschaftlichen Wandel zu meistern, mit dem Unternehmen heute auf allen Ebenen und in jeder Form zunehmend konfrontiert sind“, erklärt Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH.

 Unternehmensqualität erfordert ausgeprägte Energie, exzellente Leistungen in allen Unternehmensbereichen sowie Kompetenz aller mitwirkenden Beteiligten. Die Verantwortung für Unternehmensqualität liegt immer bei der Führung und kann nicht delegiert werden. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, das Bewusstsein für Unternehmens-qualität in österreichischen Unternehmen aufrecht zu erhalten und kontinuierlich auszuweiten. Unternehmenspleiten, die zu einem erheblichen Teil auf interne Fehler im Management zurückzuführen waren, sind seit 1991 von 20 % auf 44 % im Krisenjahr 2010 angestiegen. Gleichzeitig ist die Summe der Insolvenzen, die durch externe Faktoren verursacht wurde, weitgehend gleich geblieben. Damit gewinnt Unternehmensqualität für die heimische Wirtschaft massiv an Bedeutung“, erklärt Scheiber. Die Auszeichnung, die gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend in Kooperation mit der Quality Austria verliehen wird, feierte heuer ihre 16. Auflage.