Diplomatic

Medien- und Demokratiekrise in Europa – Ist die Lage wirklich aussichtslos ?

Eine traumhafte Kulisse bot auch heuer wieder Lech am Arlberg für den 6. Mediengipfel. Zwei Tage lang diskutierten an die 100 Auslandskorrespondenten über das Thema Verantwortung und Qualität der Medien in Europa. Das Erfolgsrezept dieser hochkarätigen Veranstaltung scheint ganz einfach zu klingen: Man nehme an die 100 hochkarätigen Gäste, paart sie mit einer professionellen Kommunikationsagentur (pro.media organisiert die Veranstaltung seit 2007) und einem der führenden Wintersportorte des Landes (Lech Zürs Tourismus) Führende europäische Medien diskutieren mit führenden europäischen Politikern und Intellektuellen brennende Fragen der Zeit.

Die Generalsekretärin des Presseclub Concordia, Astrid Zimmermann, leitete dazu eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Medienverantwortung, Qualität und Transparenz in der EU“. Medienwissenschaftler Matthias Karmasin stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die öffentliche Diskussion neu organisiert werden müsse. Denn: „Die Qualität von Öffentlichkeit hängt untrennbar mit der Qualität von Demokratie zusammen.“

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Diskussion zur Krise der EU

Im Rahmen seiner Buch-Präsentation „Der Europäische Landbote“, kritisierte der bekannte Schriftseller Robert Menasse vor allem das Demokratiedefizit in der Union, weil schlichtweg die demokratische Legitimation bei vielen Entscheidungen fehle oder nicht erkennbar sei. Zudem warnte er vor dem Wiederaufflammen des Nationalismus in Europa, dessen Erfolg von den Fehlern der Europäischen Integration gespeist werde. Schließlich forderte der Schriftsteller auch ein Umdenken bei den Medien: „Denn über europäische Themen berichten immer noch ausschließlich nationale Medien.“ Dadurch würden die europäischen Inhalte in Hinblick auf den jeweiligen Staat, in dem der Bericht erscheint, verwässert oder adaptiert.

Rüfikopf: 2.200 Meter Seehöhe beflügeln Geist und Gedanken

Auch schon Tradition ist die jährlich stattfindende Experten-Diskussion am Rüfikopf. Dabei ging es um die zenterale Frage, wie man denn  der  aktuellen Krise in den südeuropäischen Euro-Ländern entgegenwirken könnte. Ökonom Stephan Schulmeister und IHS-Direktor Christian Keuschnigg vertraten in dieser Diskussion zwei konträre Standpunkte und sorgten für einen spannenden Abend hoch über den Dächern Lechs. Während das eine Lager (vertreten durch Keuschnigg) für rasche und harte Sparmaßnahmen in den krisengebeutelten Ländern Südeuropas plädierten, vertraten der Ökonom Stephan Schulmeister und ORF-Brüssel-Korrespondent Raimund Löw die konträre Ansicht, dass die ohnehin darniederliegende Wirtschaft in den südeuropäischen Euro-Ländern nicht noch weitere Sparpakete verkrafte. Keuschnigg und Kamp sehen Europas Zukunft entlang eines steinigen und harten Sparkurses, der den Bürgern noch viele Opfer abverlangen wird. Schulmeister und Löw vertreten hingegen den Ansatz der Solidarität.


Janos Tisovszky neuer Direktor des Informationsdienstes der Vereinten Nationen in Wien

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Janos Tisovszky zum Direktor des Informationsdienstes der Vereinten Nationen in Wien ernannt. Vor seiner Bewerbung bei den Vereinten Nationen arbeitete Tisovszky als Journalist in Print und Radio. Studien über die UNO-Reform und die UNO-Friedenssicherung verfasst zählten neben zahlreichen Vorträge über die UNO zu seinen Haupttätgkeiten. Janos Tisovszky erwarb ein Doktorat in internationalen Beziehungen und einen Master in Wirtschaft    an der Budapester Wirtschaftsuniversität, sowie ein Diplom in Journalismus.

Seit November 2009 war er Stellvertretender Direktor des Regionalen Informationszentrums der Vereinten Nationen (UNRIC) in Brüssel.  Im Sommer 2009 war er interimistischer Direktor des Informationszentrums in Islamabad. Davor arbeitete er in der Abteilung für Frieden und Sicherheit in der Hauptabteilung Presse und Information (DPI) in New York. Seine Hauptaufgaben konzentrierten sich auf die Bemühungen der Vereinten Nationen auf dem Gebiet der Terrorismusbekämpfung.


Ban´s 2nd term: ‘people power’ and partnerships

Mr. Ban, whose second five-year term as Secretary-General began beginning of the year, said “people power” and deepening globalization represented the biggest development since he first took office in 2007. The second term started by pledging to harness “the strong power of partnerships” to respond to the planet’s biggest challenges, such as tackling climate change, combating poverty and empowering women and girls.

 “Together, nothing is impossible,” he said, adding that “if we strengthen these partnerships among governments, business communities, civil organizations and philanthropists, then I think all these powerful partnerships can bring us towards the right direction.”

Mr. Ban reiterated his priorities for the second term, spelling out the five “generational opportunities” he sees for the UN: promoting sustainable development; preventing natural and man-made crises and disasters; making the world safer and more secure; helping countries and peoples in transition; and encouraging gender empowerment.